Jahresbericht 2014

Seit etwa einem Jahr ist das ZZHH im operativen Geschäft. Eine gute Gelegenheit um eine erste Billanz zu ziehen. Im vergangenen Jahr hat sich das Profil des Zentrums herausgebildet und Schwerpunkte wurden gesetzt. Der Jahresbericht soll aufzeigen was bereits gelaufen ist und wie sich das ZZHH weiter entwickeln wird.

Das Team
Das Team des ZZHH ist seit April 2014 komplett. Neben dem kaufmännischen Geschäftsführer Dr.Ing. Olaf Peterschröder und der Geografin und Ethnologin Karen Büttner, die schon die Gründung des Zentrums mitbegleiteten, haben im Frühjahr Jens Ibendorf (Geoökologe) als wissenschaftlicher Geschäftsführer und Jan Schametat (Sozialarbeiter) als zweiter wissenschaftlicher Mitarbeiter ihre Arbeit aufgenommen. Gemeinsam konnte das Team unter Mitwirkung des Direktoriums (Prof. Dr. Alexandra Engel, Fakultät M; Prof. Dr. Ulrich Harteisen, Fakultät R; Prof Dr. Klaus Maas, Hochschule OWL) bereits einige Projekte auf die Beine stellen und inhaltlich voll einsteigen.

Erste Regionalkonferenz

In sieben Arbeitsgruppen wurde auf der ersten Regionalkonferenz diskutiert

Regionale Entwicklung im Raum Holzminden-Höxter
Im September organisierte das ZZHH in Kooperation mit den Wirtschaftsinitiativen der Kreise Höxter und Holzminden (WIH und Weserpulsar) die erste gemeinsame Regionalkonferenz. Unter der Moderation des Zukunftszentrums diskutierten Vertreter/inne/n beider Landkreise in sieben Arbeitskreisen über Handlungsfelder, Ressourcen und Hindernisse einer länderübergreifenden Zusammenarbeit. Als Ergebnis der Impulse folgte eine engere Kooperation der beiden Kreishandwerkerschaften, und auch Gespräche zwischen den Städten Höxter und Holzminden bezüglich einer intensiveren Kooperation fanden statt.
Neben der Organisation eigener Veranstaltungen ist das ZZHH in beiden Kreisen aktiv in die Bewerbungsverfahren der kommenden LEADER-Förderperiode 2014-2020 eingebunden. Sowohl im Kreis Höxter als auch im Kreis Holzminden ist das ZZHH am Bewerbungsverfahren beteiligt und in den lokalen Aktionsgruppen zur Koordination des Prozesses vertreten. Des Weiteren arbeitet das Zukunftszentrum derzeit an einer Regionalstudie, die Daten und Fakten über die gemeinsame Region bündeln und lokalen Akteuren einen schnellen Zugriff auf themenspezifische Informationen ermöglichen soll.

Kooperative wissenschaftliche Nachwuchsförderung
Dass ZZHH verfolgt auch den Bildungsauftrag, Inhalte aus den Hochschulen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen soll. Im Herbst 2014 startete daher an fünf Terminen die erste Ringvorlesung unter dem Titel „gestalten – verändern, Handwerkszeug für das Initiieren von Veränderungsprozessen in ländlichen Räumen“. Sowohl die Anzahl der Besucher/ als auch die inhaltlichen Diskussionen im Anschluss an die Vorträge zeigten dabei das große Interesse außerhalb der Hochschulen.
Genauso fördert die Ringvorlesung aber auch den eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs beider Hochschulen, indem Studierende aus unterschiedlichen Disziplinen an inter- und transdisziplinäre Arbeitsweisen herangeführt werden. Zudem sehen mehrere durch das ZZHH eingereichte Förderanträge die Einrichtung von Promotionsstellen vor, die wissenschaftlichem Nachwuchs Perspektiven an den Hochschulen bieten sollen.

ZZHH meets UNIVEN

Das Team vom ZZHH beim Vice Chancelor der UNIVEN Prof. Peter Mbati

Internationale Forschung zu ländlichen Räumen
Im Sommer besuchte das Team zur Vorbereitung eines DAAD-Antrages die University of Venda (UNIVEN) in Südafrika, um die bestehende strategische Kooperation weiter zu verfestigen. Bereits in den vergangenen Jahren wurde diese Partnerschaft durch die Hochschule OWL sowie die Studiengänge der Sozialen Arbeit in Holzminden gepflegt. Bei dem Treffen im August wurden Projektideen für inter- und transdisziplinäre Forschungsvorhaben besprochen.

Die Teilnehmer/innen des Treffens waren sich darüber einig, dass man in Zukunft auch unabhängig von dem aktuellen DAAD-Call Projekte gemeinsam durchführen will. Unter anderem konnten bei der Reise auch neue Kontakte zum Institute for Rural Developement (IRD) unter der Leitung von Prof. Joseph Francis geknüpft werden. Ähnlich wie das ZZHH beschäftigt sich das IRD inhaltlich mit Transformationsprozessen im ländlichen Raum.
Neben der UNIVEN im Norden des Landes besuchte das Team vom Zukunftszentrum auch die Witwatersrand-University in Johannesburg um Gespräche aufzunehmen.

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