Themenrunde 1

Innovative Angebote für alte Menschen

Viele alte Menschen möchten ihren Lebensabend gerne in dem Ort verbringen, in dem sie viele Jahre gewohnt haben. Mehr und mehr Ortschaften setzen sich mit diesem Thema im Wissen auseinander, dass Angebote für alte Menschen auch für andere Bewohnerinnen und Bewohner ein Gewinn sein können. Sei es durch die Einbindung mobiler Serviceangebote, eine erhöhte Nachfrage nach Konsum im Ort oder auch neue Nutzungschancen für ortsbildprägende Gebäude. SNIC vor Ort bietet hierbei in vielerlei Hinsicht Unterstützung. In den beteiligten Hochschulen gibt es Expertise zu Architektur und Bauplanung, zu Betriebswirtschaft und sozialer Arbeit, aber auch zu Fragen der Pflegebedürftigkeit.

Unten finden Sie die Veranstaltungen der Themenrunde sowie Materialien und Medien und Links zu wichtigen Adressen in Südniedersachsen. Klicken Sie jeweils auf einen grauen Balken, wenn Sie sehen möchten, was sich dahinter verbirgt.

Diskussionrunden und Einzelgespräche mit Bewohnerinnen und Bewohnern kleiner Orte in der SNIC-Region haben gezeigt, dass es einen Bedarf gibt, mehr darüber zu erfahren, wie Menschen zu freiwilligem Engagement bewegt werden können, um Angebote für Seniorinnen und Senioren wie Bürgerbusse, (digitale) Bildung oder Treffen zu fördern. Aber auch Überlegungen, wie alte Menschen gezielter zur Teilnahme eingeladen werden können, standen hier im Vordergrund.

Mit dem Digitalen Feierabend bieten wir nun eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen aus den Hochschulen der Region, zu denen anschließend Fragen gestellt werden können. Jede Veranstaltung nimmt dabei einen bestimmten Blickwinkel ein und hilft, ein neues Licht auf Ideen für den eigenen Ort zu werfen. Alle zusammen machen es daher möglich, Angebote für alte Menschen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Teilnehmende können ebenso einfach nur zuhören wie ihre Interessen aktiv einbringen.

Die einzelnen Veranstaltungen in der Reihe finden donnerstags von 17:30 bis 18:00 Uhr statt.

Die Veranstaltungen werden als Videokonferenzen mit der Software Zoom abgehalten. Die Einladung mit dem jeweiligen Link erhalten Sie eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Noch keine Erfahrung mit Zoom? Eine kleine Anleitung zur Teilnahme in Form einer Pdf-Datei öffnen Sie durch einen Klick auf den folgenden Link: >Anleitung zur Nutzung von Zoom . Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie es bitte in Ihre Anmeldung oder rufen Sie uns an.

22. Juli 2021, 17:30 Uhr

Abschlussrunde und Ausblick

Claudia Busch, Koordinationsstelle SNIC vor Ort

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe möchten wir im Rückblick sammeln, was gelernt und gedacht werden konnte. Welche Informationen wurden als bereichernd wahrgenommen? Was können wir daraus für zukünftige Themenrunden im Projekt SNIC vor Ort lernen? Wir möchten zudem diskutieren, welche Fragen offen geblieben sind, um weiter daran zu arbeiten, Wissenslücken in der Region zu schließen und Erfahrungen auszutauschen.

>>Anmeldung

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27. Mai 2021, 17:30 Uhr

Leben im Dorf. Die Perspektive alter Menschen

Julia Weigt und Claudia Busch vom Zukunftszentrum Holzminden-Höxter berichteten aus ihren Forschungsprojekten. Julia Weigt promoviert aktuell zum Thema ältere Menschen im Dorf als Anbieter und Nachfrager eigenverantwortlich organisierter Daseinsvorsorge. Claudia Busch hat 2019 ein Forschungsprojekt abgeschlossen, das sich mit Angeboten auf landwirtschaftlichen Betrieben befasste und dabei insbesondere die Perspektive hochaltriger Menschen in den Fokus nahm.

Präsentation Claudia Busch

Präsentation Julia Weigt

03. Juni 2021, 17:30 Uhr

Die richtige Ansprache: Wie lassen sich Teilnehmende gewinnen?

Utz Riehl ist Marketingkoordinator an der Technischen Universität Clausthal. In dieser Funktion hat er vielfältige Erfahrungen in der Veranstaltungsorganisation mit sehr unterschiedlichen Teilnehmenden gesammelt. Dabei verbindet er wirtschaftswissenschaftliches Know-how zum Marketing mit seiner Kenntnis über Menschen und soziale Gruppen, die er als studierter Soziologie mitbringt. Er zeigte, welche grundsätzlichen Ansätze wichtig sind – egal, ob Freiwillige gesucht, ein Produkt verkauft oder Seniorinnen und Senioren gezielt eingeladen werden sollen.

Präsentation Utz Riehl

10. Juni 2021, 17:30 Uhr

Crowdfunding - geht das auch im Dorf? Neue Ideen für die Finanzierung

Clemens Dinges, ZE Zentrum für Entrepreneurship an der PFH Private Hochschule Göttingen

Crowdfunding hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Modell für alternative Finanzierungen entwickelt. Dabei werden oftmals digitale Plattformen genutzt, um Unterstützerinnen und Unterstützer für eine Projekt- oder Produktidee zu gewinnen. Welche Idee steht aber eigentlich hinter dem Begriff? Und gibt es auch eine Möglichkeit, diesen Ansatz ohne digitale Medien und nur auf ein Dorf oder eine Region beschränkt umzusetzen? Clemens Dinges lässt uns an seinen Erfahrungen aus der Beratung vieler Initiativen in ländlich geprägten Regionen teilhaben.

Präsentation Clemens Dinges

Crowdfunding-Plattform Ideenbeweger

17. Juni 2021, 17:30 Uhr

Nicht alle können alles - welche Aufgaben bei jedem Projekt erfüllt werden müssen und wer mithelfen kann

Prof. Dr. Margarete Boos, Universität Göttingen

Dr. Margarete Boos hat sich als Professorin für Wirtschafts- und Sozialpsychologie an der Universität Göttingen in vielen Forschungsprojekten und Veranstaltungen mit der Aufgabenverteilung in Projekten und Zusammenarbeit in Teams beschäftigt. Dabei zeigte sich, dass es bei jedem Projekt – egal ob im Freizeitbereich oder beruflich – vergleichbare Aufgaben und Phasen gibt. Besonders erfolgsversprechend ist es, wenn sich Menschen nach ihren Neigungen und Stärken einbringen können. Während die eine vielleicht besonders gut darin ist, andere von einer Idee zu überzeugen, hat der andere ein Talent darin, fristgerecht und korrekt Formulare zu bearbeiten. Die Möglichkeit, eigene Stärken einzubringen, fördert das Engagement und damit das gesamte Projekt.

Präsentation Prof. Dr. Margarete Boos

Direktlink zum Erklärvideo Prozessmodell der Teamentwicklung

Direktlink zum Erklärvideo Tuckman's Model of Change

Direktlink zum Erklärvideo Teamprozesse im Zeitverlauf

24. Juni 2021, 17:30 Uhr

Leerstand nutzen - Abbau von Schwellen und Hindernissen

Beispiele aus der Praxis und Expertinnengespräch

Mit einem optischen Input aus Film- und Bildmaterial werden wir uns der Frage widmen, wie Leerstand im Ort für Angebote mit der Zielgruppe Seniorinnen und Senioren genutzt werden kann. Birgit Franz von der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst wird als Expertin für Nutzung und Erhalt historischer Bausubstanz teilnehmen und im Gespräch mit der Moderatorin Claudia Busch von ihren Erfahrungen berichten.

Broschüre des niedersächsischen Heimatbundes e.V. zum Wohnen in denkmalgeschützten Gebäuden (2018) - am besten Anzeige in Zweiseitenansicht wählen

3 Beispiele zum Wohnen im Dorf von Birgit Franz und Georg Flotho

Praxisbeispiele aus der Veranstaltung:

01. Juli 2021, 17:30 Uhr

Freiwilliges Engagement - bis es nicht mehr geht?

Malina Haßelbusch, Zukunftszentrum Holzminden/Höxter

Im dörflichen Miteinander sind wir oft auf freiwilliges Engagement angewiesen. Viele Orte beklagen mittlerweile, dass das freiwillige Engagement zurückgeht. Woran kann das eigentlich liegen? Haben die Menschen heutzutage einfach keine Zeit mehr oder gibt es auch andere Gründe? Malina Haßelbusch beschäftigt sich mit diesen Fragen in ihrem Promotionsprojekt am Zukunftszentrum Holzminden-Höxter. Sie wird uns Ergebnisse der Engagementforschung darstellen sowie von eigenen Erfahrungen in Interviews mit ehemals Engagierten berichten.

Präsentation Malina Hasselbusch

Tipps von Teilnehmenden zu Qualifizierung, Beratung und Weiterbildung

08. Juli 2021, 17:30 Uhr

Das digitale Dorf für jedes Alter?

Dr. Carola Croll, Stiftung Digitale Chancen

Digitalisierung ist ein Trend, der unser Leben zunehmend durchdringt. Auch im Dorf werden immer mehr Apps genutzt, um Austausch zu gestalten, Mobilität zu ermöglichen oder Daseinsvorsorge zu gewährleisten. Welche Erfahrungen gibt es hier, gerade auch mit älteren Menschen? Dr. Carola Croll von der Stiftung Digitale Chancen wird ihre Erkenntnisse aus Projekten in Südniedersachen und anderen Regionen mit uns teilen.

Präsentation Dr. Carola Croll

Neuer Film über "Bremke digital" bei Youtube

Link zum Projekt Digitale Dörfer Niedersachsen (Reallabor Südniedersachsen)

Link zur Stiftung Digitale Chancen

15. Juli 2021, 17:30 Uhr

Tue Gutes und rede darüber - warum Öffentlichkeitsarbeit so wichtig ist und wie sie funktioniert

Alissa Lange, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Öffentlichkeitarbeit, Zeitung, Website, Instagram – brauchen wir das im Dorf überhaupt? Viele Projekte machen die Erfahrung, dass die Wertschätzung auch im eigenen Ort größer wird, wenn andere darüber berichten. Wie können wir das nutzen? Müssen wir alle Medien bedienen? Und was macht eine gute Öffentlichkeitsarbeit aus? Alissa Lange, Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, wird mit uns diskutieren.

Präsentation Alissa Lange

Tipp: Es gibt viele Angebote zum Thema im Internet. Folgende Phrasen eignen sich für die Suche:

  • "Pressearbeit für Vereine"
  • "Öffentlichkeitsarbeit Ehrenamt"

Eine Anmerkung: Wir vermeiden den Begriff "Ehrenamt" am ZZHH und reden lieber vom bürgerschaftlichen oder freiwilligen Engagement. Da das Wort jedoch in vielen Bereichen Verwendung findet, ist es für die oben genannte Internetrecherche besser geeignet.

Viele Akteurinnen und Akteure in unterschiedlichen Strukturen bieten Informationen, die in der Themenrunde "Innovative Angebote für alte Menschen" interessant sind. Diese Strukturen können auf eine Gemeinde, einen Landkreis oder das gesamte Bundesland beschränkt sein. Mit der hier folgenden Linksammlung soll auf solche verwiesen werden, die für Projekte in Südniedersachsen von Bedeutung sein können.

Das NIEDERSACHSENBÜRO Neues Wohnen im Alter berät zu allen Fragen und bietet Informationsmaterial rund um Wohnprojekte.

Konkret für Südniedersachsen bietet auch die Mobile Wohnberatung der Freien Altenhilfe Göttingen e. V. Unterstützung bei Fragen zu Leben und Wohnen im Alter und bildet ehrenamtliche Wohnberaterinnen und Wohnberater aus.

Die Freie Altenhilfe Göttingen e. V. hat zudem viele Erfahrungen mit Erzählcafés, die regelmäßig in der Kreisstadt, aber auch in kleinen Ortschaften der Region Südniedersachsen stattfinden. Auch zur Moderation von Erzählcafés werden Fortbildungen angeboten.

Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat ein Online-Portal mit vielen Informationen und Fördermöglichkeiten für Ideen, Beratungsleistungen und Projekte mit der Zielgruppe Seniorinnen und Senioren aufgebaut.

Die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) fördert soziale Innovationen zur Erhöhung der Lebensqualität (nicht nur) für alte Menschen. Technische und digitale Neuheiten werden hierbei aus der Perspektive der Generationenfreundlichkeit gefördert. Die jährliche LINGA Woche bietet studentischen Gruppen einen Raum, kreative Ideen zu entwickeln und praxisorientierte Lösungen zu entwickeln. Das Ganze findet im Wettbewerb statt, so dass die Aussicht auf entsprechende Preisgelder zusätzlich anspornt.

In jedem niedersächsischen Landkreis und den kreisfreien Städten gibt es einen Senioren- und Pflegestützpunkt, bei dem Beratung rund um das Alter oder Pflegebedürftigkeit eingeholt werden kann:

Einzelne Kommunen bzw. ein Landkreis bündeln Angebote und Organisationen rund um das Leben im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit in einem Seniorenwegweiser.

Da viele Angebote für alte Menschen auf freiwilligem Engagement beruhen, haben wir hier auch Freiwilligenagenturen und Angebote für Freiwillige aufgeführt, sofern sie auf der entsprechenden Karte des FreiwilligenServers Niedersachsen zu finden waren.

Hier finden Sie die Ansprechpersonen für freiwilliges Engagement, das in Niedersachsen zudem durch die "Ehrenamtskarte" gefördert wird, in den einzelnen Landkreisen:

In einem Forschungsprojekt namens Vivage an der HAWK wurden Chancen von Dienstleistungen und Wohnangeboten für Seniorinnen und Senioren auf landwirtschaftlichen Betrieben untersucht. Der Untersuchungsraum war bundesweit. Die Ergebnisse sind nicht nur für Landwirtinnen und Landwirte, sondern auch für andere Aktive interessant - insbesondere, wenn Sie Wohn- oder Freizeitangebote für alte Menschen schaffen wollen. Im Zuge dieser Arbeit sind verschiedene Materialien entstanden, die wir hier präsentieren.

Perspektive von Hochaltrigen

Cover der Slideshow zur Perspektive von Hochaltrigen.Was unterscheidet Menschen im hohen Alter von anderen? Welche besondere Perspektive haben Sie vielleicht auf das Leben? Schauen Sie sich entspannt unsere knapp 10-minütige Slideshow mit Musik an.

>>Hier geht es zur Slideshow

Podcast mit den Ergebnissen des Projekts VivAge

Cover Podcast-Serie Land.Schafft.Wissen Folge 1 Lebensabend auf dem BauernhofIn einer Folge der Podcast-Serie „Land.Schafft.Wissen.“ werden Ergebnisse des Forschungsprojekts „Vivage – Lebensabend im Dorf“ präsentiert. Dabei wurden die Möglichkeiten von Seniorenangeboten auf landwirtschaftlichen Betrieben untersucht und daraus konkrete Praxiskonzepte und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Ein realistischer Blick auf Chancen und Hindernisse ermöglicht die Umsetzung jenseits von romantisierenden Vorstellungen ländlicher Idylle und damit Optionen für einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität von Senioren und der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen. Gleichzeitig werden Chancen für den Erhalt landwirtschaftlicher Hofanlagen ersichtlich.

>>Hier geht es zum Podcast

Steckbriefe zu gesetzlichen Grundlagen

Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen kommen in Niedersachsen bei Angeboten für Seniorinnen und Senioren eventuell zum Tragen? Wir haben Steckbriefe zu gesetzlichen Grundlagen erstellt, die im Gesamten vor allem bei Wohnangeboten interessant sind. Einzeln können sie aber auch für Freizeitangebote von Interesse sein, beispielsweise bezüglich der Vorschriften zur Lebensmittelausgabe oder bei niedrigschwelligen Angeboten für Pflegebedürftige. Durch einen Klick auf den jeweiligen Steckbrief öffnet sich die dazugehörige Pdf-Datei.

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In Gesprächsrunden mit Menschen aus kleinen Ortschaften in Südniedersachsen gibt es wiederkehrende Themen und Fragen. Nicht für jede Frage gibt es dabei ein passendes und aktuelles Projekt der Hochschulen in der Region. Deshalb erweitern wir unsere Perspektive in SNIC vor Ort mit den Impulsblättern. Auf je einer DIN-A-4-Seite wird eine Frage aufgegriffen und es werden modellhafte Projekte oder gute Publikationen aus anderen Regionen aufgezeigt, die über einen Link direkt abgerufen werden können.

Impulsblatt 1: Wie gestalten wir Bildungsangebote zur Digitalisierung für ältere Menschen?

Impulsblatt 2: Wo können wir uns ohne Gemeinschaftsraum treffen und austauschen?

Impulsblatt 3: Wie fördern wir die Teilhabe am Bürgerbus?