Ergebnisse der Regionalkonferenz

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Das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter präsentiert die Ergebnisse der Regionalkonferenz

 

Aus den Ergebnissen der sieben Arbeitsgruppen ergeben sich mehrere Parallelen, die im Folgenden kurz zusammenfassend dargestellt werden sollen.

Gleichwohl die einzelnen Arbeitsgruppen verschiedene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt haben, gibt es doch einige Aspekte die in mehreren Arbeitsgruppen gleichermaßen eine zentrale Rolle gespielt haben. Sowohl bei den Ressourcen und Hindernissen, als auch bei den konkreten Maßnahmen sind rote Fäden erkennbar, die sich durch die unterschiedlichen Diskussionen gezogen haben.

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Thematisch lassen sich zunächst sechs Schwerpunkte erkennen, die in mehreren Arbeitskreisen in unterschiedlicher Form und mit unterschiedlichem Fokus angesprochen wurden. Dies sind Bildung, Fachkräfte, Mobilität, Tourismus, Kommunikation und Identität. Das Thema Bildung wurde neben dem gleichnamigen Arbeitskreis (folgend AK) noch im AK kommunale Zusammenarbeit, aber auch im AK Wirtschaft und Arbeit sowie im AK Tourismus und AK Gesundheit diskutiert. Der Übergang zwischen dem Themenbereich Bildung und dem Themenbereich Fachkräfte ist teilweise fließend. So geht es dem AK Wirtschaft und Arbeit in erster Linie um eine strategische Ausrichtung auf die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Neben einer guten Ausbildung geht es aber auch darum Bildungsabwanderung zu verhindern und Fachkräfte an die Region zu binden. Ähnlich sehen dies der AK Gesundheitsvorsorge und der AK Tourismus, die ebenfalls einen Fokus auf das Thema Ausbildung von Fachkräften gelegt haben. Mobilität spielte ebenfalls in vielen Arbeitskreisen eine wichtige Rolle. Neben einer besseren Anbindung nach außen geht es vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aber auch um eine bessere Vernetzung der beiden Landkreise untereinander. Außerdem wird innerhalb der Landkreise ein Verbesserungsbedarf festgestellt. Tourismus ist ein Feld mit dem aus unterschiedlichen Bereichen Synergien entstehen können. Der AK Gesundheit stellt sich beispielsweise ein Konzept des Gesundheitstourismus auf Grund der vielen Kurorte und der naturnahmen Lage der Region vor und in anderen Arbeitskreisen wurde der Tourismus als wichtiges Standbein der Region identifiziert. Das Thema Kommunikation taucht in allen Arbeitskreisen in unterschiedlicher Form auf. Im Kern geht es aber um die Aspekte der Kommunikation von gemeinsamen Angeboten nach außen und um Transparenz von bestehenden Angeboten untereinander. Zu guter Letzt taucht in vielen Arbeitskreisen ein Phänomen auf, das am besten mit dem Begriff Identität zu beschreiben ist. Viele Diskussionen nahmen Bezug auf die gemeinsame Lage im Weserbergland und schlagen dies in unterschiedlicher Form sogar als Markenname vor. Hinzu kommen Aspekte wie die Naturnähe, die Landschaft und die Kultur, die als gemeinsame, verbindende Glieder gesehen werden können.

Diese Identitätsfaktoren spielen daher auch in mehreren Arbeitskreisen bei der Benennung von Ressourcen eine Rolle. Neben der direkten räumlichen Nähe schlagen hier zudem personelle Ressourcen wie Bürgerinitiativen oder das ausgeprägte Ehrenamt zu Buche.

Die Hindernisse werden im Wesentlichen im demografischen Wandel, dem Fachkräftemangel, der schlechten Verkehrsanbindung (intern und extern) sowie in den unterschiedlichen Zuständigkeiten bspw. durch die Länderhoheiten gesehen. Hinzu kommen außerdem Faktoren wie Konkurrenzdenken und Misstrauen.

Im Bereich der Maßnahmen sind sich alle Arbeitskreise einig, dass es zunächst einmal um den Aufbau von Vertrauen und ein gegenseitiges Kennenlernen gehen muss. Zudem muss Transparenz über die Angebote der beiden Seiten hergestellt werden. Gleichwohl die meisten Akteurinnen und Akteure einen großen Handlungsbedarf verspüren, besteht ein weitestgehender Konsens darüber mit kleinschrittigen, pragmatischen und vor allem realistischen Projekten zu beginnen um den Prozess anzuschieben.