H!ERgeblieben-Workshops an vier Pilotschulen

Das Team des Projekts H!ERgeblieben vom Zukunftszentrum Holzminden-Höxter hat vier Schulen in Holzminden und Höxter besucht, um dort mit Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen über regionale Bleibeperspektiven zu sprechen. Dabei kamen auch die Vorteile des Lebens in ländlichen Regionen zur Sprache. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts haben dazu die Dr. Jasper-Realschule und die Johannes-Falk (Haupt-)Schule in Holzminden sowie die Hoffmann-von-Fallersleben-(Real-)Schule und die Hauptschule am Bielenberg in Höxter aufgesucht. Insgesamt konnten rund 250 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. In den Workshops sprach das Projekt-Team zunächst mit den Schülerinnen und Schülern über deren aktuelle Zukunftsperspektiven und ob sie sich ihre spätere berufliche Karriere eher in der Region oder außerhalb vorstellen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert das Projekt H!ERgeblieben seit September 2015 im Rahmen des Modellvorhabens Land(Auf)Schwung. Die Workshop-Gruppe bestand aus zwei Mitarbeitern der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst in Holzminden und 12 regionalen Botschafterinnen und Botschaftern.

H!ERgeblieben-Workshops

Die Schülerinnen und Schüler haben in kleinen Gruppen Plakate zu den Stärken der Region entwickelt

Inspiriert durch regionstypische Gegenstände und Objekte, die regionale Berufe repräsentieren, kamen die Teilnehmenden bei den Workshops ins Gespräch. Sie tauschten sich über die Stärken der Region aus und erkannten dabei viele Praktikumsbetriebe oder Berufswünsche in den Gegenständen wieder. „Einen besonderen Fokus haben wir auf die Erzählungen der Botschafter gelegt“, erklärt Jan Schametat vom Projekt H!ERgeblieben. „Es war spannend zu sehen, wie sehr sich die Schüler für die Erfahrungen der Botschafter in ihrem Orientierungsprozess interessierten. Das Format ist sicherlich noch ausbaufähig.“ Die Schülerinnen und Schüler haben im Anschluss in Kleingruppen Plakate erstellt, die die Vorteile der Region bewerben. Der Hauptfokus lag bei den meisten Kleingruppen auf dem reichhaltigen Freizeitangebot oder dem Freiraum und der Naturnähe. In den Diskussionen spielten zudem die engen sozialen Kontakte und die vielen Vereinsangebote in der Region eine große Rolle. Nach den Sommerferien sollen die besten Plakate in einer kleinen Wanderausstellung in Höxter und Holzminden gezeigt werden.

Das Team von H!ERgeblieben befragt Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshops im Anschluss, um herauszufinden, wie sich die Einstellungen in der Berufsorientierung verändern und ob die Workshops einen Einfluss auf die Bleibeperspektive junger Menschen haben. Nach den Sommerferien startet außerdem eine Plakatkampagne, in der die Botschafterinnen und Botschafter wieder vorkommen. Weitere Formate, wie Gewinnspiele auf der Homepage, sind geplant. Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter: www.hiergeblieben.net (nette Region, nette Seite).