Der Region ein Gesicht geben

Im neuen Projekt „Der Region ein Gesicht geben“ des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter werden die regionalen Images im Landkreis Holzminden erhoben, um diese zu einer Kommunikationsstrategie weiterzuentwickeln. Die Vorstudie wird finanziert aus LEADER-Mitteln der EU und läuft von Januar bis September 2017. Am 10. und 11. April wurde das interdisziplinär arbeitende Forscherteam unterstützt durch eine Gruppe von Masterstudierenden der Fakultät Gestaltung an der HAWK in Hildesheim.

Bild1: (vlnr) Prof. Dr. Sabine Foraita (Designwissenschaftlerin an der Fakultät Gestaltung der HAWK in Hildesheim), Nadine Weiberg (Designerin im Projekt „Der Region ein Gesicht geben“), Jan Schametat (Fachbereichsleiter Regionale Prozesse am ZZHH), Björn Sedlak (Projektleiter „Der Region ein Gesicht geben“), Studierende im Master Gestaltung an der HAWK in Hildesheim

 Wie sehen Menschen ihre Region und wie wird diese von Anderen wahrgenommen? Diesem Fragekomplex widmet sich das ZZHH in dem inter- und transdisziplinär angelegten Forschungsprojekt. Dem Projekt „Der Region ein Gesicht geben“ liegt eine innovative Forschungskooperation der Fakultät „Management, Soziale Arbeit und Bauen“ in Holzminden und der Fakultät „Gestaltung“ in Hildesheim der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst zugrunde, bei dem die Kompetenzen aus den Gestaltungs- und Sozialwissenschaften für die Erhebung der regionalen Images genutzt werden. Bereits seit Januar arbeiten die Designerin Nadine Weiberg und der Sozialwissenschaftler Björn Sedlak an der Verschmelzung verschiedener Erhebungsinstrumente. Unterstützung erhielten sie nun von 25 Studierenden des Masterseminars „Designwissenschaft und Zukunftsforschung im Raum Holzminden“. Die Jungwissenschaftler erkundeten mit visuellen Mitteln besondere ästhetische wie gestalterische Auffälligkeiten der Region und nahmen dabei angeleitet durch die Sozialwissenschaftler auch verschiedene Perspektivwechsel vor. Dabei entstanden während der zweitägigen Exkursion rund 6.000 Bilder, die nun ausgewertet werden. „Die Zusammenarbeit mit den Sozialwissenschaftlern schärft den Blick auf die eigenen Prozesse und führt zu ganz neuen und spannenden Ergebnisse“ findet Prof Dr. Sabine Foraita, die das Masterseminar leitet und ebenfalls seit Januar mit weiteren Kolleginnen im Projektkolloquium sitzt. Für das Zukunftszentrum, das sich als inter- und tarnsdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut zu Transformationsprozessen in ländlichen Räumen versteht, ist das Projekt vor allem aufgrund seiner Vielschichtigkeit und wissenschaftlichen Relevanz ein Glücksfall. Es setzt sowohl an konkreten Bedürfnissen der Region an und bringt gleichzeitig verschiedene Fachdisziplinen der Hochschule zusammen. „Man hat nur selten die Gelegenheit so viele Fäden in einem Projekt zusammenzuführen“, so Jan Schametat, Regionalreferent am ZZHH.

Neben den Exkursionsergebnissen der Masterstudierenden finden im Projekt derzeit weitere wissenschaftliche Erhebungen zum Eigen- und Fremdimage der Region Holzminden statt. Ziel ist es in dem Forschungsprojekt die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Ergebnisse hin zu einer Kommunikationsstrategie für den Landkreis zu schaffen.

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